Erfurt, 12.06.2017  - Die Town & Country Stiftung übergab anlässlich des Stadtteil-Kinderfestes Erfurt Süd-Ost eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Verein Deutscher Familienverband LV Thüringen e.V. Mit der Spende sollen Angel-Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen sozialen Schichten ermöglicht werden. Das Projekt spricht sowohl Angel-Anfänger als auch Hobby-Angler an.


Katrin Steinbrück (rechts), Mitarbeiterin der Town& Country Stiftung, übergab den Spendenscheck an den
Deutschen Familienverband LV Thüringen

Der Town & Country Stiftungspreis wird 2017 bereits zum fünften Mal von der Town & Country Stiftung vergeben. Der Fokus der Förderung im Rahmen des Stiftungspreises liegt auf der Unterstützung benachteiligter Kinder. In diesem Jahr werden 500 Kinderhilfsprojekte mit jeweils 1.000 Euro unterstützt. Der Verein Deutscher Familienverband LV Thüringen ist eine der 500 Einrichtungen, die die Auswahlkriterien erfüllt hat. Aus allen nominierten Projekten wird eine unabhängige Jury jeweils ein Projekt pro Bundesland auswählen, an das im November 2017 ein weiterer Förderbetrag in Höhe von 5.000 Euro im Rahmen einer feierlichen Gala vergeben werden soll.

Die Town & Country Stiftung unterstützt mit dem Stiftungspreis das wichtige und unermüdliche Engagement aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Vereins, „Durch gemischte Gruppen können sich die kleinen Angler gegenseitig unterstützen und gemeinsam fachsimpeln. Ein gemeinsames Hobby wie dieses verbindet über Altersgrenzen, Kulturen und soziale Schichten hinaus. Außerdem fördern solche Projekte das Naturbewusstsein der Kinder und Jugendlichen“, erklärte Katrin Steinbrück, Mitarbeiterin der Town & Country Stiftung. Sie übergab die Spende in Vertretung für Botschafterin Isabel Warmuth.

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo mit dem Anliegen ins Leben gerufen, um unverschuldet in Not geratenen Hauseigentümern und benachteiligten Kindern zu helfen. Die Arbeit der Stiftung wird durch die Spendenbereitschaft der Town & Country Lizenzpartner des Town & Country Franchise-Systems ermöglicht, wobei die ursprünglichen Satzungszwecke zwischenzeitlich noch erweitert worden sind.


 

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Was ist neu 2018?

Reform des Mutterschutzes

Schwangere und Mütter unterliegen einem besonderen Schutz. Dafür sorgt das Mutterschutzgesetz (MuSchG). Ab 2018 gelten neue Regeln, von denen viele Frauen profitieren. Doch was bringt das neue Gesetz wirklich? 

Hier werden die wichtigsten 7 Fragen zum Mutterschutz beantwortet

Familienpolitischer Erfolg beim Wohnen

Letztes Jahr wurde eine familienpolitische Reform in § 1 Abs. 6 Nr. 2 des Baugesetzbuches überführt, welches für die Bauleitplanung besonders zu berücksichtigende Belange aufzählt. Dazugehören nun endlich "Wohnbedürfnisse [...] insbesondere auch von Familien mit mehreren Kindern“. Damit sollen in diesem zentralen Gesetz die Belange von kinderreichen Familien besonders hervorgehoben werden.

 Kindergeld nur noch 6 Monate rückwirkend

Kindergeld wird ab Januar 2018 nur noch 6 Monate rückwirkend gezahlt. Bisher lag die Verjährungsfrist bei vier Jahren. Das bedeutet, dass diejenigen Eltern, die das Kindergeld noch bis Ende 2017 rückwirkend beantragt haben (wir hatten im letzten DFV-Newsletter darüber berichtet), ihre Forderungen bis einschließlich Januar 2013 geltend machen konnten.

 Erhöhung des Kindergeldes

Zum Jahreswechsel erfolgt eine Erhöhung um je zwei Euro. Für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld auf jeweils 194 Euro monatlich. Für das dritte Kind auf 200 Euro monatlich und für das vierte und jede weitere Kind auf jeweils 225 Euro monatlich.

 Neuregelung der Krankenversicherung für Rentner

Jahrelang schauten Frauen, die wegen Kindererziehung längere Zeit aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, ungläubig auf ihre geringe Rente. Da sie nicht pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) waren, mussten sie erhebliche Beiträge für eine private Krankenkassenversicherung aufbringen.

Für eine günstigere Pflichtversicherung erfüllten sie oft nicht die sogenannte Vorversicherungszeit in der 2. Hälfte des Erwerbslebens. Von der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mussten mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums mit einer Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung belegt sein.

Mitte des Jahres trat eine Gesetzesänderung in Kraft, die die Regelung entschärft. Durch eine Anrechnung von Erziehungszeiten von drei Jahren für jedes Kind auf Mitgliedszeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung wird Betroffenen der Weg in die kostengünstigere Krankenversicherung der Rentner erleichtert. Die Neuberechnung gilt sowohl für Bestands-, als auch für Neurentnerinnen. Auch viele Männer, die zum Beispiel während einer Phase der Selbstständigkeit privat versichert waren, könnten davon profitieren.

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 Mindestlohn gilt ausnahmslos

Ab dem 1. Januar 2018 gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde ohne jede Einschränkung. Branchenregelungen, die vorübergehend Entgelte unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns ermöglichten, enden zum 31. Dezember 2017.

Weitere Informationen finden sich hier 

 Höhere Leistungen der Grundsicherung

Wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bezieht, erhält ab Januar 2018 mehr Geld. Der Regelsatz für Alleinstehende steigt von 409 Euro auf 416 Euro pro Monat. Für Kinder und Jugendliche erhöht sich die Grundsicherung um fünf Euro: Kinder von sechs bis unter 14 Jahren bekommen 296 Euro; Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren stehen 316 Euro zu.

 Datenabgleich mit Ausländerbehörden beim Kindergeld

Ausländerbehörden und Familienkassen gleichen ihre Daten ab Januar 2018 ab, um zu vermeiden, dass unberechtigt Kindergeld bezogen wird. Daten von Unionsbürgern, die nie einen Antrag auf Kindergeld gestellt haben, werden im Vorfeld herausgefiltert. Damit bleibt ihr Grundrecht auf informelle Selbstbestimmung gewahrt. 

 Höhere Freibeträge

Steuerzahler profitieren 2018 von einem um 180 Euro höheren Grundfreibetrag, der dann 9.000 Euro beträgt. Der Kinderfreibetrag steigt um 72 Euro auf 4.788 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beträgt unverändert 2.640 Euro.

 Mehr Schutz für Bauwillige

Bauherren genießen ab dem 1. Januar 2018 mehr Schutz: Baubeschreibungen müssen dann bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, Bauverträge einen verbindlichen Termin zur Fertigstellung enthalten. Widerrufs- und Kündigungsrechte gegenüber Bauträgern und Handwerkern sind verbessert. Bei der Mängelhaftung gilt jetzt: Der Verkäufer von mangelhaften Produkten muss diese selbst wieder ausbauen und durch intakte ersetzen.

 Unterhaltsvorschuss

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und steigt 2018 für Kinder bis 5 Jahren von 150 auf 154 Euro monatlich, für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 201 auf 205 Euro monatlich und für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 268 auf 273 Euro monatlich.


 

Ferien sind eine kostbare Zeit, in der Familien gemeinsam Spaß haben, Neues erleben und sich erholen können. (Nicht nur) für Alleinerziehende stellt die Urlaubsplanung manchmal eine organisatorische Herausforderung dar, insbesondere in Zeiten knapper Kasse.
Eine bezahlbare Möglichkeit des Urlaubs zu finden, die allen Familienmitgliedern entspricht, ist gar nicht so einfach. Wir wollen Ihnen hier einige Wege aufzeigen, wo Sie familienfreundliche Urlaubsziele finden und welche finanziellen Unterstützungen evtl. möglich sind, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Geförderter Familienurlaub
Für Thüringer Familien mit knappem Einkommen (ALG II, Grundsicherung, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag) gibt es in den Thüringer Familienferienstätten verschiedene Familienurlaubsangebote  im Rahmen einer geförderten Maßnahme. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den einzelnen Familienferienstätten. Nähere Informationen zu den aktuellen Angeboten erhalten Sie über die Internetseite der Stiftung FamilienSinn und über die Geschäftsstelle des Deutschen Familienverbandes, LV Thüringen e.V. (DFV), wo Sie auch gern bezüglich der Antragstellung beraten werden.

Die bunten Schafe – SummerCamp 2017
Für das kostenlose SummerCamp 2017  bewerben dürfen sich alle alleinerziehenden, berufstätigen Elternteile mit Wohnsitz in Thüringen (Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren) bis zum 31.03.2017  - mit einer möglichst kreativen Bewerbung! Informationen bei Die bunten Schafe e.V.

Familienpass (nur Erfurt)
Der Familienpass ist eine freiwillige und zusätzliche Leistung der Landeshauptstadt Erfurt. Er gilt für Familien mit Kindern bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres, deren Hauptwohnsitz Erfurt ist. Die vielfältigen Angebote, die Familien kostenfrei in Anspruch nehmen können, sind Anregung, in Familie aktiv zu sein und Freizeit (also auch Urlaub) gemeinsam zu gestalten.
Im Familienpass finden Sie Gutscheine für die Nutzung kostenfreier und ermäßigter Angebote. Ebenfalls sind Informationen über familienbezogene Unterstützungs- und Kontaktmöglichkeiten sowie zu familienfreundlichen Veranstaltungen enthalten.
Der Familienpass ist immer für ein Kalenderjahr gültig. Er wird gegen Vorlage des Personalausweises/Reisepasses kostenfrei in allen Bürgerservice-Stellen der Landeshauptsstadt Erfurt ausgegeben.

Gemeinnützige Familienferienstätten
Familienfreizeiten und Erholungsmaßnahmen in gemeinnützigen Familienferienstätten bieten einige Vorteile: Es gibt keine Saisonzuschläge, Kinderbetreuung und Freizeitangebote sind bereits im Preis inbegriffen und die Kinder treffen auf Gleichaltrige – eine wichtige Voraussetzung für den geglückten Urlaub!
Der Katalog der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung (BAGFE) bietet Orte für Urlaub und Entspannung für alle Familien an. Er bietet insbesondere kinderreichen Familien, Alleinerziehenden, Familien mit geringerem Einkommen oder Familien mit behinderten Kindern die Möglichkeit, ein geeignetes Urlaubsquartier für die Bedürfnisse von Eltern und Kindern zu finden.
Über 60 Familienferienstätten bieten sich quer durch Deutschland von der Nordsee bis zum Allgäu und vom Rhein bis an die tschechische Grenze als Feriendörfer oder als einzelne, individuell ausgestattete Ferienstätten in landschaftlich reizvoller Umgebung an.

In Thüringen gibt es vier dieser Familienferienstätten:

Haus am Seimberg in Brotterode
Burg Bodenstein in Bodenstein / Leinefelde-Worbis
Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld in Uder
Ferienzentrum Oberhof , AWO SANO Thüringen gGmbH,

Weitere Informationen und familiengerechte Ferieneinrichtungen finden Sie bei der Stiftung Familiensinn sowie unter Urlaub mit der Familie


Ferienfreizeiten
Ab einem bestimmten Alter können Kinder auch allein an Ferienprogrammen teilnehmen.
Angebote vor Ort in Erfurt und überörtlich finden Sie unter:
Ferienlager DFV Thüringen
Stadtjugendring Erfurt

Falls eine finanzielle Unterstützung zur Inanspruchnahme von Ferienfreizeiten erforderlich ist, gibt es folgende Möglichkeiten:

Bildungspaket - Leistungen zur Bildung und Teilhabe
Das sogenannte Bildungspaket beinhaltet 7 Leistungen, u.a. die „Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben“, z. B. für Beiträge in Vereinen der Bereiche Sport, Kultur, Kunst o.ä.. Diese Leistung beträgt 10,00 €/Monat pro Kind und kann (gebündelt)  auch für die anteilige Finanzierung von Ferienmaßnahmen genutzt werden.
Die Antragstellung erfolgt in allen Thüringer Kommunen unterschiedlich, meist in Jugendamt, Sozialamt bzw. Landratsamt oder Jobcenter.

Zuschuss für Ferienmaßnahmen vom Jugendamt
In einigen Kommunen kann die Teilnahme am Ferienlager auch über einen Zuschuss vom Jugendamt (anteilig) finanziert werden.


Beratung zu Ferienfreizeiten und Familienurlaub
erhalten Sie beim Deutschen Familienverband (DFV), LV Thüringen
Am Drosselberg 26, 99097 Erfurt (Tel. 0361 4172000)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.dfv-thueringen.de


 

Die Kampagne für Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungen

Bis heute zahlen 14 Millionen Eltern mit minderjährigen Kindern doppelt in die Sozialversicherungen ein - und zwar mit ihrem monetären und generativen Beitrag. Diese Doppelbelastung hat das Bundesverfassungsgericht kritisiert und den Gesetzgeber dazu aufgerufen, eine familiengerechte Sozialversicherung umzusetzen. Bis heute ist nichts passiert.

Wir jammern nicht mehr - wir klagen!

Mit der "Kampagne zur Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungen" haben sich nun die zwei größten Familienverbände in Deutschland zusammengetan, um eine zukunftsfähige Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen.

Informationen dazu sind auf den Internetseiten beider Verbände www.deutscher-familienverband.de und www.familienbund.org sowie direkt auf der neuen Internetseite www.elternklagen.de zu finden.

Georg Zimmermann vom Familienbund der Katholiken (FDK) - und neben Hrn. Stresing Kampagnenleiter unserer Aktion „Wir jammern nicht – wir klagen!“ - hat in Freiburg ein Radio-Interview gegeben.

Es lohnt sich auf jeden Fall reinzuhören und dauert nur 4 Minuten.