Deutscher Familienverband - Willkommen

Der Deutsche Familienverband (DFV) setzt sich für Kinder und ihre Eltern ein. Der DFV ist ein wichtiger Partner in der Familienpolitik.
  1. Johannes Stankowski: "Alles wird WEISS"

    Früher war mehr Schnee im Dezember, aber was soll´s?
    Bei „Alles wird WEISS“ liegt spätestens im sechsten Lied „Überall Schnee“, und das klingt überzeugend. Zum dritten Mal legt Johannes Stankowski ein Album mit Kinderliedern vor. Nachdem in den Vorgängern alles bunt und grün wurde, geht es diesmal um den Winter.

  2. Im Namen des Volkes: Das Bundessozialgericht hat entschieden

    von Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes

    Am 20.07.2017 war es wieder soweit. Das Bundessozialgericht in Kassel verhandelte die Revision von zwei Familien, die sich durch alle Instanzen gequält haben und sich nun, zusammen mit ihren Bevollmächtigten Prof. Kingreen und Dr. Borchert, auf den Weg nach Kassel machten.

    Ein Mann – zwei sich widersprechende Erkenntnisse

    Im Gepäck hatten sie, neben dicken Ordnern, auch einen Zeitungsartikel vom 16.05.2017. „Wir sollten uns fragen, ob es möglich ist, Familien oder Eltern in der Sozialversicherung stärker zu entlasten“, hatte der Präsident des Bundessozialgerichts Rainer Schlegel vor der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung gefordert. Der Staat habe sich möglichst dort herauszuhalten, wo er auf funktionierende, natürliche Sozialgemeinschaften treffe und habe alles zu unterlassen, was Gemeinschaften, wie etwa Familien, schwäche. Laut FAZ läge es nahe, dass der oberste Sozialrichter eine Lösung nicht nur in der Pflegeversicherung, sondern auch in der Renten- und Krankenversicherung für möglich hält. „Konkret äußerte sich der frühere Abteilungsleiter im Sozialministerium dazu nicht“.

  3. Was Familienarbeit und Ehrenamt wert sind

    Im Alltag denkt man kaum darüber nach: Es muss erledigt werden und Punkt. Wäsche waschen, einkaufen, putzen, kochen, die Kinder bringen und holen, sie betreuen und ihnen bei den Hausaufgaben helfen, die Großeltern unterstützen oder pflegen – das alles erledigen wir Tag für Tag und wohlgemerkt meistens NEBEN dem Beruf. Dazu kümmern wir uns vielleicht noch um den gebrechlichen Nachbarn oder engagieren uns ehrenamtlich. Rund vier Stunden dieser unentgeltlichen Arbeit leisten Frauen täglich, bei Männern sind es 2,5 Stunden am Tag. Das hat eine Befragung von 5000 Haushalten in den Jahren 2012/2013 ergeben, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

  4. Rechtsanspruch Kitaplatz: Fragen & Antworten

    Seit dem 1. August 2013 haben Eltern für ihre Kinder, die nach dem 31. Juli 2012 geboren sind, einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz oder die Betreuung durch eine Tagesmutter. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

    Was bedeutet der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung?

    Seit dem 1. August 2013 normiert das Sozialgesetzbuch (VIII. Buch) einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindestagespflege. Die Kommune ist also per Gesetz verpflichtet, Ihrem Kind einen Kitaplatz oder eine Tagesmutter für die Betreuung zur Verfügung zu stellen.

    Ich habe neben dem Anspruch auf U3-Betreuung auch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Mein KInd wird in zwei Wochen eingeschult, aber ich bräuchte für diese Zeit den Platz, da ich ansonsten Urlaub nehmen müsste. Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Sohn bis zum Schulanfang im Kindergarten bleiben kann?

    Zwar hat der Bundesgesetzgeber einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung formuliert, die Umsetzung aber ist den örtlichen Jugendhilfeträgern überlassen, in der Regel den Jugendämtern. In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Individualfall anders behandelt wird, der Rechtsanspruch notfalls eingeklagt werden muss. Wir empfehlen, sich an den örtlichen Jugendhilfeträger (Jugendamt) zu wenden, um das persönliche Anliegen vor Ort besprechen und eine entsprechende Lösung zu finden. Gerne weisen wir aber auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld hin: „Vor allem aber besteht ein einklagbarer Leistungsanspruch für den Zugang zu öffentlich geförderten Betreuungseinrichtungen, der nicht unter Kapazitätsvorbehalt gestellt ist.“

  5. Wer Kinderarmut sät, wird Altersarmut ernten

    von Dr. Jürgen Borchert, Rechtsanwalt und Landessozialrichter a.D.

    »Ein Sozialstaat, der Erwartungen weckt, die er nicht erfüllen kann, provoziert massenhafte Enttäuschung und delegitimiert das gesamte politi­sche System. Genau das geschieht bei der Gesetzlichen Rentenversicherung, denn trotz steigender Beiträge sinken die Renten auf breiter Front unter das Sozialhilfeniveau. «

    Die Gesetzliche Rentenversicherung ließ bei ihrem Start vor 60 Jahren, am 23. Februar 1957, ein Sterntalermärchen wahr werden: Ohne dass sie jemals einen Beitrag in das neue System der Produktivitätsrente gezahlt hatten, erhielten die hungerleidenden Rentner der Nachkriegszeit buchstäblich über Nacht lohnersetzende und lebensstandardsichernde Renten. Das Rentenniveau sprang um 60 Prozent in die Höhe und legte damit zugleich die Latte für den Erwartungshorizont fortan sehr hoch.