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Böses
Erwachen für Familien
(Berlin). Der Deutsche Familienverband kritisiert die
unerwarteten Belastungen, die in den ersten Wochen des
Jahres aufgrund unklarer und widersprüchlicher
Regelungen im Steuer- und Transferrecht auf etliche
Familien zukommen: „Nachdem nach langen
Auseinanderset-zungen das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
in den letzten Tagen des alten Jahres doch noch
verabschiedet wurde, haben sich die Familien über ein
höheres Kindergeld gefreut. Jetzt gibt es aber für viele
Familien ein böses Erwachen beim Blick ins
Portemonnaie“, so der Präsident des Verbandes Dr. Albin
Nees.
Nachforderungen durch einen Änderungsbescheid kommen
ausgerechnet auf Empfänger von Hartz IV zu, die ohnehin
mit ihren Kindern am Existenzminimum leben: Weil in
ihren Bescheiden die Kindergelderhöhung im Januar nicht
berücksichtigt wurde, müssen nun zahlreiche Familien
Geld ans Amt zurückzahlen. Ein riesiger Verwaltungsakt,
der bei den betroffenen Familien dazu führt, dass ihre
enge Budgetplanung plötzlich umgeworfen wird.
Aber auch erwerbstätige Alleinverdienerfamilien mit
Steuerklasse III und einem Bruttoeinkommen zwischen
1.700 Euro und 2.800 Euro erleben beim Blick in die
Lohntüte eine böse Überraschung. Auf diese
Ungerechtigkeit weist der Deutsche Familienverband in
der aktuellen Ausgabe seines Magazins DFV-FAMILIE hin.
Nach den neuen Steuertabellen müssen sie mehr Lohnsteuer
bezahlen als 2009 – die groß angekündigte
Kindergeldanhebung wird damit teilweise wieder
aufgezehrt. Den Familien, die auf mehr Spielraum bei den
monatlichen Ausgaben für ihre Kinder gehofft haben,
hilft auch der Hinweis des Bundesfinanzministeriums
wenig, dass dieser widersinnige Effekt voraussichtlich
bei der Einkommensteuererklärung wieder ausgeglichen
wird.
„Von
einem einfachen, gerechten Steuersystem und allgemein
niedrigeren Belastungen kann angesichts dieses Wirrwarrs
keine Rede sein“, so Verbandspräsident Albin Nees.
Der Deutsche Familienverband ist die größte
parteiunabhängige, überkonfessionelle und
mitgliedergetragene Interessenvertretung der Familien in
Deutschland.
25.01.2010
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