Deutscher Familienverband - Willkommen

Der Deutsche Familienverband (DFV) setzt sich für Kinder und ihre Eltern ein. Der DFV ist ein wichtiger Partner in der Familienpolitik.
  1. Kinderrechte: Es ist nicht alles toll, was glänzt

    Deutscher Familienverband kritisiert den deutschen Staatenbericht zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes

    (Berlin). Kinder sind vom ersten Tag an Träger von Grundrechten. Zusammen mit ihren Eltern werden sie unter besonderen Schutz des Grundgesetzes gestellt (Art. 6 GG). Der Deutsche Familienverband (DFV) mahnt an, dass Rechte von Kindern auf Bundesebene weiterhin unzureichend geschützt sind.

    „Kinderrecht ist Wahlrecht“, sagt Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes. „Im Staatenbericht wird sehr deutlich, dass für die Bundesregierung Partizipationsrechte von Kindern und Jugendlichen weiterhin keine Rolle spielen. Kinder werden zu Staatsbürgern zweiter Klasse degradiert, weil ihnen das Wahlrecht vorenthalten wird. Das einzige, was ihnen zugetraut wird, ist an fiktiven Wahlen teilzunehmen, die keine politische Relevanz haben.“

  2. Reform: Rente darf Eltern nicht weiter zum Sozialfall machen

    Deutscher Familienverband fordert von der Rentenkommission die Einführung eines Kinderfreibetrags in der Rentenversicherung und eine eigenständige Elternrente

    (Berlin). Der Deutsche Familienverband (DFV) zeigt in seinem aktuellen Positionspapier Wege für eine familienorientierte Reform auf und fordert die eingesetzte Rentenkommission unter Vorsitz von Karl Schiewerling (CDU) und Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) zum Handeln auf.

    „Die Rentenversicherung hat einen folgenschweren Konstruktionsfehler. Eltern werden mit den hohen Kosten der Kindererziehung allein gelassen und gleichzeitig mit niedrigen Renten in die Altersarmut gedrängt“, sagt Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes. „Jede Rentenreform, die die Bedeutung der Kindererziehung für die Existenz der Rentenversicherung übersieht, fährt unweigerlich gegen die Wand.“

  3. Wahlrecht ab Geburt: Auch frauenpolitisch wirksam

    Am 19. Januar 2019 ist das hundertjährige Jubiläum der ersten Wahl, an der Frauen teilgenommen haben. In diesem Zusammenhang bekräftigt der Deutsche Familienverband seine Forderung nach einem Wahlrecht von Geburt an

    (Berlin). Die Befürworter des Frauenwahlrechts haben lange dafür gestritten, dass überhaupt Frauen wählen können. Kinder und Jugendliche sind vom Wahlrecht bis heute ausgeschlossen. „Ein allgemeines Wahlrecht muss allen Staatsbürgern zugänglich sein. Es widerspricht diesem Grundsatz, wenn nur Volljährige wählen dürfen“, sagt Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV).

    Das Wahlrecht ab Geburt entspricht den Erfordernissen des Grundgesetzes, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Notwendig ist eine Änderung von Artikel 38 Absatz 2 GG demzufolge wahlberechtigt ist, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. „Unser Vorschlag ist so einfach wie logisch: Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger. Wir befürworten eine Gesetzesänderung, dass das Wahlrecht solange treuhänderisch von den Eltern ausgeübt wird, bis das Kind die Wahlmündigkeit erreicht“, sagt Zeh.

  4. DFV unterstützt Grundsatzdebatte zur Pflegeversicherung

    Gesundheitsminister Spahn hat eine Grundsatzdebatte über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung gefordert. Der Deutsche Familienverband unterstützt diese Forderung und mahnt eine Entlastung von Familien als überfällig an

    (Berlin). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Frage nach alternativen Finanzierungsmodellen der Pflegeversicherung aufgeworfen. Dabei spielt die Entlastung von Familien eine entscheidende Rolle.  

    Der Deutsche Familienverband (DFV) begrüßt ausdrücklich das Engagement des Ministers. „Die Pflegeversicherung ist ein Paradebeispiel dafür, wie Familien doppelt in den Generationenvertrag Pflege einzahlen. Zum einen mit den Geldbeiträgen und zum anderen mit der Erziehung der künftigen Beitragszahler, also ihren Kindern“, sagt Sebastian Heimann, DFV-Bundesgeschäftsführer.

  5. DFV trauert um seinen Ehrenpräsidenten Günther Koolmann

    Der Deutsche Familienverband trauert um seinen Ehrenpräsidenten Günther Koolmann. Er starb am 22. November 2018 in seinem 90. Lebensjahr in Lübeck. Seiner Familie, allen seinen Angehörigen und Freunden, gilt unser Mitgefühl.

    Mehr als zwei Jahrzehnte gehörte Günther Koolmann dem Präsidium des Deutschen Familienverbandes an. In der Zeit von 1992 bis 2002 war er dessen Bundesvorsitzender. In seine Amtszeit fielen wichtige vom Deutschen Familienverband initiierte bzw. politisch begleitete Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, so das Trümmerfrauen- (1992), Kinderbetreuungs- (1998) und das Pflegeversicherungsurteil (2001). Günther Koolmann galt im Verband als „Vater des Solidarpakts für Familien“. In dieser Eigenschaft widmete er seine ganze Aufmerksamkeit dem Abbau von Gerechtigkeitsdefiziten im Steuersystem, im Sozialrecht und in der Arbeitswelt sowie der besseren Würdigung der Leistungen und Lasten von Familien. In Erinnerung bleiben wird auch das Internationale Jahr der Familie 1994, das er als DFV-Bundesvorsitzender federführend mitgestaltete.